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Referenzen

Hubschrauberlandeplatz Klinkum Crailsheim,
Crailsheim,
Germany

Ingenieurskunst als Lebensretter

Das Uponor Meltaway-System sorgt im Winter für einen schnee- und eisfreien Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des neuen Klinikums in Crailsheim.
 
Ein kalter Wintermorgen in Crailsheim, einer Stadt mit 36.000 Einwohnern im fränkisch geprägten Nordosten von Baden-Württemberg. Leichter Schneefall überzieht die Landschaft mit einer weißen Schicht. Auf dem Dach des neuen Klinikums setzt ein Rettungshubschrauber zur Landung an. Die Rotorblätter wirbeln Schneeflocken durch die Luft, doch die Plattform ist komplett frei von Schnee und Eis. So kann der Heli gefahrlos landen. Im Ernstfall zählt für Patienten jede Minute, deshalb ist ein ganzjährig nutzbarer, sicherer Landeplatz für die Crew an Bord unabdingbar. Für die mit der Planung beauftragten Ingenieure ist es das Ergebnis sorgfältiger Konzeption und perfekter Ausführung. Im Einsatz für die Gesundheit: GF Building Flow Solutions und das Uponor Meltaway-System.

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Location
Crailsheim, Germany
Fläche
ca. 730 m²
Fertigstellung
2025
Gebäudetyp
Gesundheitswesen
Adresse
Gartenstraße 21, 74564 Crailsheim

Ingenieurskunst als Lebensretter

Das Uponor Meltaway-System sorgt im Winter für einen schnee- und eisfreien Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des neuen Klinikums in Crailsheim.

Ein kalter Wintermorgen in Crailsheim, einer Stadt mit 36.000 Einwohnern im fränkisch geprägten Nordosten von Baden-Württemberg. Leichter Schneefall überzieht die Landschaft mit einer weißen Schicht. Auf dem Dach des neuen Klinikums setzt ein Rettungshubschrauber zur Landung an. Die Rotorblätter wirbeln Schneeflocken durch die Luft, doch die Plattform ist komplett frei von Schnee und Eis. So kann der Heli gefahrlos landen. Im Ernstfall zählt für Patienten jede Minute, deshalb ist ein ganzjährig nutzbarer, sicherer Landeplatz für die Crew an Bord unabdingbar. Für die mit der Planung beauftragten Ingenieure ist es das Ergebnis sorgfältiger Konzeption und perfekter Ausführung. Im Einsatz für die Gesundheit: GF Building Flow Solutions und das Uponor Meltaway-System.

730 Quadratmeter große Landefläche Mehr als 100 Millionen Euro hat der Landkreis Schwäbisch-Hall in den vergangenen Jahren in das Klinikum Crailsheim investiert: Für einen Neubau, der 2016 eröffnet wurde, für Modernisierungen im Bestand und jetzt in einen weiteren Klinikanbau. Auf dem Dach dieses zweiten Neubaus, 24 Meter über dem Boden, hat die Firma Leonhard Weiss aus Satteldorf im Herbst 2025 den 730 Quadratmeter großen, kreisrunden Hubschrauberlandeplatz mit 30 Meter Durchmesser errichtet – eine weitere Verbesserung der Krankenhausinfrastruktur. Insgesamt rund fünf Millionen Euro kostet der Landeplatz. Die aufwendige, vor Ort montierte Stahlunterkonstruktion stellte nicht nur hohe Anforderungen an Statik und Ausführung, sondern auch an die Planung und Ausführung der Schnee- und Eisfreihaltung. „GF war der einzige Hersteller, der sich an diese schwierige Aufgabe gewagt hat“, sagt Tobias Kriegbaum, Sales Commercial South bei GF Building Flow Solutions.

Komplexe und anspruchsvolle Leitungsführung

Die Installation war aufgrund der komplexen Leitungsführung und der Filigrandecke aus werkseitig vorgefertigten Betonelementen mit einer speziellen Doppeleinschubbewehrung besonders anspruchsvoll. Aus statischen Gründen war diese Konstruktion erforderlich, damit der enorme Druck eines landenden oder startenden Rettungshubschraubers abgefangen und die Belastung auf die Fläche verteilt wird. Bis zu sechs Tonnen Abfluggewicht bringt ein Heli auf die Waage. Die Planer von GF Building Flow Solutions mussten alle Rohrleitungen präzise nach den Vorgaben positionieren, Kreuzungen im Leitungssystem vermeiden. Außerdem mussten die Uponor Magna Pipe Plus Rohre mit einem exakt vorgegebenen Abstand über den Stahlträgern verlegt werden.

Sicherheit auf dem Klinikdach

Die Beheizung des Hubschrauberlandeplatzes ist ein zentrales Element der neuen Infrastruktur am Klinikum in Crailsheim. Mit dem Uponor Meltaway-System steht eine Bauteilaktivierung speziell für Außenflächen mit festem Belag zur Verfügung – entwickelt etwa für Krankenhauszufahrten, Feuerwehrflächen oder eben Landeplätze. „Das System sorgt dafür, dass auf chemische Enteisungsmittel oder mechanisches Räumen komplett verzichtet werden kann“, betont Tobias Kriegbaum. Stattdessen wird die Wärme direkt unter der Oberfläche verteilt und hält die Plattform zuverlässig schnee- und eisfrei.

5.000 Meter Magna Pipe Plus Rohre Insgesamt wurden knapp 5.000 Meter Uponor Magna Pipe Plus Rohre in den Dimensionen 20,0 x 2,0 Millimeter und 25,0 x 2,3 Millimeter verlegt. Diese verlaufen in mehreren Heizkreisen innerhalb der vor Ort betonierten Oberfläche und wurden durch eine Brandschutzmanschette in den Anschlussraum geführt, um die sicherheitsrelevanten Vorgaben einzuhalten. Die Rohrleitungen
sind über vier Verteilerstationen mit jeweils 60 Anschlüssen mit dem Heizsystem des Klinikums verbunden.

Präzise Regelung für maximale Effizienz

Die Regelung der Heizleistung erfolgt über Sensoren, die Temperatur und Feuchtigkeit auf der Plattform überwachen. Typischerweise werden für solche Systeme Vorlauftemperaturen zwischen 35 und 45 Grad C gewählt, um eine ausreichende Wärmeabgabe an die Oberfläche zu gewährleisten. „Das System arbeitet nur dann mit voller Leistung, wenn tatsächlich Schnee oder Eis drohen“, erläutert Tobias Kriegbaum. „In milderen Phasen wird die Heizleistung automatisch reduziert – das spart Energie und schont die Ressourcen.“ Die Integration in das Heizsystem ermöglicht eine effiziente Nutzung vorhandener Energiequellen. Die gesamte Installation fügt sich nahtlos in die bestehende Gebäudetechnik ein.

Sicherheit für Crew und Patienten

Die Lösung Uponor Meltaway von GF Building Flow Solutions am Klinikum Crailsheim zeigt, wie moderne Gebäudetechnik und durchdachte Planung zusammenwirken, um Sicherheit und Funktionalität auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Entscheidend für das Klinikum war, dass der Landeplatz immer ohne Einschränkungen genutzt werden kann. Das beruhigt nicht nur die Verantwortlichen, sondern vor allem die Menschen, die im Ernstfall auf schnelle medizinische Hilfe angewiesen sind.
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